Schock des Abends...

Gestern waren wir wieder am Haus um nach dem Rechten zu sehen bzw. zu lüften.
Anders als sonst waren wir heute mal im Hellen vor Ort und nicht erst im Dunkeln nach der Arbeit.

 

Als wir uns dem Haus näherten, mussten wir schon die erste böse Überraschung feststellen - überall verteilt auf der Hausfassade zeichneten sich gelbe Flecken ab. Die Flecken sind mal größer, mal kleiner, und auch unter den Dachsparren sind deutliche Verfärbungen sichtbar.

Da standen wir also erstmal ziemlich blöd da und wussten nicht wirklich etwas mit dieser Entdeckung anzufangen.

Wir haben natürlich gleich Fotos gemacht mit dem Gedanken, diese an unseren Bauleiter weiterzuleiten und um Erklärung zu bitten.

 

Wir sind dann also ins Haus um zu lüften. Das Heizgerät wurde mittlerweile abgebaut und es war nur noch die Restwärme und Restfeuchtigkeit im Haus vorhanden.

 

Irgendwann kam mir dann der Gedanke, dass wir doch mal auf dem Dachboden nachschauen sollten um dort nach dem Rechten zu sehen.

Ganz mutig bin ich zuerst die Leiter auf den Dachboden hochgekraxelt (eigentlich hasse ich diese schmale, kleine, komische Leiter ;-)... und dann folgte gleich der zweite Schock.

SCHIMMEL!!!

 

Einer der wohl größten, gefürchtesten Ängste eines jeden Bauherren.

Auf dem Dachboden roch es muffig, nass, schimmelig eben. Und ich stand da auf dieser kleinen Leiter mit dem Schock meines Lebens. "Ach du scheiße" - ungefähr das waren meine Worte während ich die kleine Leiter wieder runterstieg.

 

Dann stieg mein Verlobter die Leiter hoch, schaute sich alles ganz fachmännisch an und blieb erstmal ganz cool und gelassen. Wie man bei einem solchen Anblick cool bleiben kann frage ich mich, während ich das hier schreibe, allerdings immernoch.

 

Er machte dann auch von den Balken und der feuchten bzw. nassen Mineralwolle Fotos und bereitete eine E-Mail an unseren Bauleiter vor.

 

Meine Gedanken spielten währenddessen natürlich verrückt. "Wir haben doch gelüftet! Wie kann das sein? Aber da oben konnten wir natürlich nicht lüften. Was passiert denn jetzt?..." Ich war fix und fertig.

Mein Verlobter versuchte mir in der Zwischenzeit zu erklären, dass es schlimmer aussieht als es ist und man das durchaus wieder in den Griff bekommen sollte. Was auch immer - mein Abend war zu dem Zeitpunkt gelaufen!

 

 

Heute Morgen dann direkt eine Reaktion unseres Bauleiters - Telefonat für 13 Uhr angekündigt. Mittlerweile hatten sich meine Nerven ein wenig beruhigt.

 

Um fast punkt 13 Uhr rief unser Bauleiter bei meinem Verlobten an und es folgte ein fachmännisches Gespräch, von dem ich (zugegeben) keine Ahnung habe. Mein Verlobter zum Glück schon, denn als gelernter (Bau-)Schreiner kennt er sich zum Glück aus.

 

Zuerst einmal zum "größten" Problem, dem Dachboden:

Durch den Estrich war die Luftfeuchtigkeit im Haus natürlich extrem hoch und zog nach oben.

Normalerweise beugen die Bauträger der stauenden Feuchtigkeit im Dachboden vor, indem Öffnungen/Ritze zwischen die einzelnen Balken gesetzt werden, wodurch die Feuchtigkeit nach außen entweichen kann.

Da das Wetter draußen in den letzten Wochen allerdings auch sehr feucht war, konnte die feuchte Luft aus dem Haus nicht richtig nach außen diffundieren - sie blieb also im Dachgeschoss "stehen" und verursachte somit anhaltende Feuchtigkeit/Nässe und dadurch den Schimmel.

Der Schimmel ist augenscheinlich nur oberflächlich und es handelt sich um sogenannte Blaufäule.
Die Balken werden jetzt durch Nordhaus vom Schimmel befreit und fachmännisch behandelt. Die nasse Mineralwolle wird ausgetauscht.

Unser Bauleiter erklärte, dass dieses Phänomen leider immer wieder mal auftritt, insbesondere bei den aktuellen Temperaturen bzw. Wetterverhältnissen. Wir sollen uns aber keine Sorgen machen und dass man den aktuellen Zustand auf jeden Fall wieder gerettet bekommt und es für Laien wirklich schlimmer aussieht als es ist.

 

Die gelben Flecken an der Fassade sind ebenfalls der Feuchtigkeit zu verschulden.

Da diese nicht nach innen diffundieren kann (aufgrund der Sperrfolie), sucht sie sich ihren Weg nach außen und somit über den Putz. In Verbindung mit dem Harz der Holzstämme verfärbt sich der Putz gelblich.

Diesbezüglich wird jetzt erst einmal abgewartet, ob es zu weiteren Verfärbungen kommt.
Auf jeden Fall wird Nordhaus hier beiarbeiten bzw. die Fassade mit Sperrgrund neu streichen.

 

Auch angesprochen wurden die gelben Flecken an der Holzdecke im Hauseingangsbereich:

Auch hier geht unser Bauleiter von einer Undichtigkeit aus. Vermutet wird, dass diese auf ein Kabel zurückzuführen ist (wir planen dort Spots und haben somit Strom dort liegen), welches beim Einbau die Sperrfolie zerstört hat.

Hier wird die Tage die Decke abgenommen und von oben im Haus die Fermacellplatte geöffnet um nachzusehen woher die Leckage stammt.

 

Ganz wichtig! 

Natürlich ist das alles jetzt blöd gelaufen, aber wie heißt es so schön? Auf welchem Bau läuft es schon optimal?!

Wir sind jetzt erstmal sehr froh darüber, dass sich Nordhaus bzw. unser Bauleiter gleich am nächsten Tag mit uns in Verbindung gesetzt hat und wir bereits kurz nach dem Telefonat schriftlich die Bestätigung erhalten haben, dass alle angesprochenen Mängel und Probleme nächste Woche durch Außendienstmitarbeiter geprüft und anschließend behoben werden!

Das spricht auf jeden Fall für Nordhaus, denn man ist doch sehr engagiert darin, Probleme direkt zu beheben und aus der Welt zu schaffen.

 

Wir hoffen jetzt natürlich, dass alles gut läuft und sich die alles gut und einfach

beheben lässt... bis dahin - Daumen drücken!