Finanzierung

 

 

Die Finanzierung war bei uns ein sehr kompliziertes und komplexes Thema.

Die endgültige und verbindliche Kreditzusage haben wir erst am 25.02.19 erhalten, nachdem wir zuvor 3 Kreditabsagen über uns ergehen lassen mussten.

Im August 2018, als wir uns für das Thema Hausbau entschieden, wandten wir uns an einen großen Vermittler für Baufinanzierungen.
Wir wollten uns vorab erkundigen, was finanziell überhaupt machbar ist.

Unser Finanzierungsberater klang beim ersten Treffen sehr positiv.
Wir konnten aber natürlich noch keine genauen Zahlen nennen, da zu diesem Zeitpunkt weder ein Grundstück noch ein geplantes Haus vorhanden waren.

Als wir den Werkvertrag bei Nordhaus unterschrieben hatten, vereinbarten wir einen erneuten Termin mit unserem Finanzierungsberater, passten die Kreditanfrage auf den Werkvertrag und unserem geplanten Haus an und setzten das Grundstück mit einem fiktiven Betrag von 120.000€ an. Es wurden durchweg fast alle Banken im System grün angezeigt, was bedeutet, dass diese für eine Finanzierung unter den angegebenen Vorraussetzungen in Frage kamen.

Als wir unser Grundstück gefunden hatten änderten wir den fiktiven Betrag in den des Grundstückpreises.
Am 12.10. ging endgültig die erste offizielle Kreditanfrage an die erste Bank raus.
Da uns zuvor viel Hoffnung gemacht wurde und es seitens des Finanzierungsberaters nichts großartig zu beanstanden gab, waren wir natürlich voller Hoffnung, baldmöglichst die Kreditzusage zu erhalten.

Am 26.10. dann die große Enttäuschung - die Kreditanfrage wurde abgelehnt. Grund: der durch die Bank beauftrage Gutachter konnte den Wert des Hauses für die ländliche Lage nicht bestätigen.
(In NRW herrsch eine "stille magische Grenze" bei Neubauvorhaben von ca. 300.00€ - wird diese überschritten, wird ein unabhängiges Gutachten durch die Stadt in Auftrag gegeben).

Da standen wir im ersten Moment erstmal richtig blöd da und wussten nicht wirklich etwas mit dieser Information anzufangen.
Auf Nachfrage um welche Summe es sich denn handelt, welche das Haus für die Lage zu teuer mache, wusste unser Finanzierungsberater keine Antwort.
Dabei war die Lage unseres Grundstücks vor Abgabe der Kreditanfrage klar abgeklärt.
Warum diese maximal finanzierbare Summe nicht von von Anfang an mit uns abgeklärt wurde wissen wir nicht.

Wir riefen direkt unseren Vertreter von Nordhaus an und erklärten die Situation.
Er empfahl uns erneut eine Finanzierungsberaterin, mit welcher er schon öfter Bauvorhaben begleitet hat (diese Finanziererin hat er uns beim ersten Gespräch schon empfohlen, zu dem Zeitpunkt waren wir aber ja bereits mit anderen Baufinanzierungsvermittler in Kontakt, da dieser uns von einem Arbeitskollegen meines Verlobten empfohlen wurde).

Wir meldeten uns also bei der von ihm empfohlenen Finanzberaterin Fr. Antje Stöcker von der Firma Heun-Finanz.
Rückblickend können wir sagen, dass das die beste Entscheidung war die wir treffen konnten und wir ihr unendlich dankbar für ihren Einsatz sind!

Fr. Stöcker bekam alle Kreditrelevanten Unterlagen von uns zugeschickt.
Am 09.11. hatten wir unseren persönlichen Termin mit ihr und besprachen alle möglichen Vorgehensweisen für die nächste Kreditanfrage. Sie konnte uns gleich einen Wert nennen, welchen die Banken in dieser ländlichen Lage maximal finanzieren würden.
Der Hauspreis wurde dementsprechend angepasst, indem wir „unnötigen Schnickschnack“ aus dem Angebot entfernten (zB. Smarthome, was ganz einfach nachzurüsten ist) und die Ausbaustufe unseres Fertighauses auf „technikfertig“ änderten.

Zeitnah stellte Fr. Stöcker unsere zweite vorläufige Kreditanfrage bei der Bank.
Am 29.11. bekamen wir eine vorläufige Kreditzusage der Bank und wir konnten endlich durchatmen und eine endgültige Kreditanfrage stellen.
Das gute Gefühl hielt gute 6 Wochen an, denn bei der endgültigen Kreditanfrage bekamen wir Anfang der zweiten Januarwoche 2019 eine Absage von der Bank.

Eine für uns unerklärliche Sache war hierbei zum Beispiel auch, dass die Lebenshaltungskosten enorm hoch angesetzt wurden.  

Das Gefühl und die Gedanken, die uns in dem Moment durch den Kopf gingen, kann man wohl nicht in Worte fassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir mehr oder weniger mit dem Thema „Hausbau“ abgerechnet. Vor allem mich zog das ganze wirklich runter.

Nach langer Diskussion und Überredungskunst durch meinen Verlobten entschieden wir uns, einen letzten Versuch zu starten.
So wurde am 10.01. wieder eine vorläufige Kreditanfrage abgeschickt.
Zuvor wurden einige Punkte der Finanzierung angepasst.
Lange Rede, kurzer Sinn - auch diese Kreditanfrage wurde abgelehnt und langsam war nun endgültig der Punkt gekommen, an dem ich das Thema Hausbau und Eigenheim abhaken wollte.

Fr. Stöcker erklärte uns, dass es noch eine letzte Möglichkeit gäbe.
Wir waren im Endeffekt doch damit einverstanden, diese letzte Möglichkeit auszuprobieren - was sollte schon passieren?! Schlimmer kommen konnte es eh nicht mehr.
Mit einem Zustandekommen eines Kreditvertrages rechnete zu diesem Zeitpunkt wohl niemand mehr.
Zeitgleich zu der letzten Möglichkeit, welche Fr. Stöcker ausschöpfen wollte, stellte sie eine vorläufige Kreditanfrage unter den alten Konditionen bei der DSL Bank, ganz nach dem Motto „schaden kann es ja nicht“ - denn uns lief die Zeit bzgl. der Reservierung unseres Grundstückes davon.

 

 

Und bevor wir überhaupt die letzte Möglichkeit der Finanzierung in Angriff nehmen konnten, bekamen wir am 25.02. die überraschende Rückmeldung von Fr. Stöcker, dass die DSL Bank unsere Finanzierung unter den altbekannten Konditionen begleiten wird.

Am 27.02. schickten wir den unterschriebenen Kreditantrag weg und am 08.03. den endgültig unterschriebenen und verbindlichen Kreditvertrag.
Jetzt war alles in trockenen Tüchern und es konnte endlich offiziell losgehen!

 

 

 

 

 

 

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